Es war eine superspannende Zeit und das Faszinierende daran, ich konnte Gelerntes sofort in die Praxis übernehmen. Ich habe auch während des Studiums Vollzeit gearbeitet und zwar in einer Führungsposition. Theorie und Praxis gleich miteinander verbinden zu können, war schon eine ganz tolle Sache. Genau diese Anwendbarkeit der Theorie hat mir an dieser Studienform so gut gefallen und natürlich auch die freie Zeiteinteilung. Ich habe mir am Abend die Vorlesungen angesehen und des Nächtens gelernt. Auch die Wochenenden waren natürlich sehr eingeteilt. Das alles wäre an einer ‘herkömmlichen Uni’ nicht gegangen und ich hätte nie einen akademischen Grad erwerben können. Netzwerken mit Studienkollegen ist dafür etwas schwieriger, natürlich gibt es Lerngruppen aber man hat kein Gesicht zum Namen. Aber, funktioniert hat es auch. Viel lernen, viel Zeitaufwand, viel Organisation – aber es hat sich ausgezahlt. Die Krönung war dann die Graduierung in London an der Middlesex University. Ich habe dabei immer an die Harry Potter-Filme denken müssen, da alle so schöne Gewänder und Hüte trugen und ich selbst in einer Robe steckte. Es hatte etwas absolut feierliches und ich hätte es auch als Zuschauer ungern verpasst. Es war zwar schon eine ‘Massenveranstaltung’, aber mit einer perfekten Organisation. Und der kurze Augenblick auf der Bühne war für mich eine schöne Erfahrung. Ich denke schon darüber nach, wie und was ich weiterlernen werde.




